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O-Töne

FC Suebia Charlottenhöhe - fv 08 rottweil II 2:4 (1:1)
Wenn ich morgens aufwachen würde, und plötzlich feststellen, dass ich aufeinmal bei Suebia spiele,
 würd ich das sowas von Scheiße finden...

(ein schätzungsweise lieber ungenannt bleiben wollender älterer 08-Fan im lautstarken nächtlichen Überschwang 2 Tage vor dem A- Klasse-Derby in der Kneipe, in der Suebias Schreiber Vegas arbeitet, um ihn vermutlich aus der Fassung zu bringen)

...Achtung, psschttt, der schreibt das sonst auf...

(ein nebenstehender, ebenso älterer und jahrzehntelanger 08er, dessen Sinne noch etwas mehr beisammen waren ;-))...)

Es ist also besondere Derby-Zeit, wenn Suebia und 08 II nun schon zum dritten Mal in einem offiziellen Pflichtspiel aufeinander treffen. Gewisse Spannung liegt schon Tage zuvor in der Luft, denn das Unterhaltungsprogramm hat dank Suebia eindeutig zugenommen und es ist schlicht mehr Leben eingekehrt, in der Stadt.
Fußball in Rottweil ist ohne Suebia nach 5 Jahren nicht mehr wünschenswert.
Und ganz besonders interessant, während des Spiels: Schön zu sehen, dass Suebia und 08 sich trotz aller Unterschiede, Differenzen und manchem Krachens im Gebälk letztlich auch ehrlich füreinander freuen können und langjährige Freundschaften untereinander pflegen, denn man lebt und liebt den selben Sport.

Zum Spiel:

Glaubte man in der ersten Halbzeit noch aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen an ein Sommerfußballspiel (O-Ton 08-Vorstand Herman Miller: „das wird ein Sommerfußballspiel mit einem Unentschieden, ein 2:2, denen geht die Luft aus und die Gelben werden nachher wieder Krämpfe kriegen“), gab es mindestens ab der zweiten Halbzeit ein Spiel zu sehen mit offenem Visier beider Mannschaften. Der Sieg wollte eingefahren werden, von beiden, und es war ein spannendes wie unterhaltendes Spiel das auch den Zuschauern Spaß machte.

Bild zum Bericht

Die Tore:

(1.) Kaum angepfiffen, wird Suebia überrascht und es steht 0:1 für 08 II durch Oliver Edel.
(22.) Ein Foul im Strafraum führt zum Elfer für Suebia…1: 1 durch den Kapitän David Probst!

– Pause –

(55.) Die Szene schlechthin:
Fabio Wagner erzielt das 2:1 durch einen grandiosen Fallrückzieher!!
(Vater Wagner dazu am Spielfeldrand lächelnd in Bezug auf das Spiel, welches gespielt wird: „….Akrobatik Nein!“ – Der in der Nähe weilende Suebia-Ersatzbanks-Spieler Julian ‚Smi‘ Schmidt perfekt ergänzend  „…aber Technik ja!!“

(69.) 2:2 durch Nicolo Ippolito.
(Nicolo brachte seinen sehenswerten Weitschuss schön ins rechte Eck gezaubert, nachdem der Ball zunächst aber an den linken Innenpfosten prallte…. Sueben-Schlussmann und ehemaliger Verbandsliga-Goalie Daniel Braunstein trotz toller Parade und Fingerspitzenberrührung überwunden.
Der hinterm Tor stehende Fußballfan und offenbar langjährige Bekannte von ‚Brauni‘ Leo Engel, zu ihm:
„also vor 10 Jahren hätst Du den noch gehalten!“
Brauni darauf:
„vor drei Jahren sogar noch.“
(74.) 2:3 ebenfalls durch Ippolito.
(82.) 2:4 durch den eingewechselten Kushtrim Krasniqi, einen im Ernst erst 27 Jahre alten Staatsanwalt!

Bild zum Bericht
Julian Schmidt und Kushtrim Krasniqi

Wie werden eigentlich von Schreiber Vegas O- Töne erzielt 1 bis 6.

1. Allermeist durch reines Zuhören, wie hier:

„Solch eine Lustlosigkeit, den muss man auswechseln, Frechheit“, so Vater Wagner in der ca. 75 Minute, als ihm wiederholt ein Abwehr-Suebiaspieler auffällt, der in der zweiten Hälfte offenbar nur noch das Trikot trägt.
Wer es ist?
Zwei kleine Hinweise für Rätselfüchse:
Ein Spieler, der bei Suebia sattsam bekannt ist zwischen genieartig und unterirdisch wandeln zu können, teils Spiele alleine in Siege verwandelt, aber auch Spiele eigenständig in Niederlagen ummünzen kann, wie heute.
Und Hinweis zwei:
Er hat aufjedenfall auch einen Vornamen! Siehe Spiel Lindenhof März 2016: Harry. ;-))

Der jüngere Bruder Fabios, Luca Wagner, der inzwischen bei Suebia wieder vermehrt im Einsatz ist und nach seiner Auswechslung in der 69. auf der Bank sitzend die lautstarke Auswechslungsaufforderung seines auf der Tribüne befindlichen Vaters hört, kommentiert wie folgt:
„Haben keinen zum Einwechseln mehr, aber ruf du ihm doch an, von uns dringt nämlich keiner mehr zu ihm durch…„

2. Manchmal durch Fakes, wie hier:

Schreiber Vegas zu Suebia-Vorstand Wally Kahn, der als Zuschauer neben einigen Suebenfans stehend (unter anderem Alex Herman und Felix Weber) das Spiel verfolgt:

„Wally, ich brauch noch was für den Bericht, nen O-Ton, ich stell dir eine Frage, die richtige Antwort steht schon fest, aber keine Sorge, ich hief dich drauf.“

Wally: Gut, leg los.
„Wieviele Liegestützen schaffst Du?“
Wally: …fünf…!
Vegas: „…AAALLE!!!“

Vegas notiert zur Unterhaltung von Wally und den anderen hörbar vor sich hersprechend in sein Notizblöckchen „…schafft ALLE!“ und bedankt sich bei Wally anschließend noch für seine beständige Schlagfertigkeit;-))

Bild zum Bericht
Wally und seine Sonnenbrillen-Gang

3. Manchmal auch durch strategisches Geschick, wie hier:

Jimmy Las Vegas erzählt einem anderen Suebia-Vorstand, dass 08 Rottweil in dieser Saison offenbar einmal den bekannten Nachtclub Lido-Bar als Ballsponsoren hatte und meinte, dass das vor allem zu Suebia gut gepasst hätte.
Der Vorstand entgegnete, dass 08 eben von Suebia ne Menge abgeschaut und gelernt hat und so manches inzwischen gleich vorwegnimmt.

Vorstand: „…aber Vegas, darauf hättest du ja selber kommen können!?“

Vegas: „schon klar, aber es ist manchmal wichtig, dass man es so hindrechselt, dass es jemand anderes gesagt hat, O- Ton-mäßig;-) ).

4. Durch Zufälligkeiten, wie hier:

Via WhatsApp fragt der derzeit auf Kurztrip in Hamburg weilende Suebia-Sponsor Andy Dreher von Planquadrat-medien.de und Sponsor Suebias seinen Kumpel Ben an (dessen ca. 6 Monate altes Töchterlein jüngstes Mitglied bei Suebia ist):

„Frag mal Vegas, wenn er beim Spiel ist, ob das sein kann, dass ich Birgit Wilsch (die Mutter zweier Suebiaspieler) in Hamburg aufm Kiez in St. Pauli getroffen habe?“

Und Yep: Sie war es!
Denn das Ehepaar Wilsch ist für gewöhnlich gemeinsam bei Spielen – diesmal war aber nur Georg da, der Birgits Kurztrip bestätigte.

Im übrigen blieb unklar, wo genau Andy Birgit auf St. Pauli getroffen hatte, aufm Kiez hald ;-))

5. Manchmal durch Prinzip Hoffnung, wie hier:

Am Ende des Spiels fragt Vegas Fabio Wagner, der die letzten drei Wochen in China war, ob es auch Chinesen gäbe, die 1,90 Meter groß seien. In der Hoffnung auf ein klares Nein und auf ein bisschen im Bericht anwendbares ‚China- oder Chinesen-Bashing‘ folgt aber plötzlich ein klares „Ja!“.
Schöner Scheiß, manche Antworten.

6. Durch die Anwesenheit zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der richtigen Person, wie hier:

Abends, gegen 21 Uhr.
Schreiber Vegas geht zu einem der Suebia-Sponsoren und -Vater des Spielers Damian Detta in das Restaurant Hochbrücke.
Im Schlepptau eine Schönheit aus Böhmen.
Anwesend in der Hochbrücke zufällig auch das Suebische Trainergespann Sven Kiener und Jonas Baumgartner wie Spieler Tim Hezel beim Essen.
Jimmy Las Vegas geht mit Begleitung letztlich aber nach draußen in den Biergarten (übrigens ein sehr empfehlenswerter und toller Platz!).
Gegen 23 Uhr kommen die drei um sich zu verabschieden nach draußen, treffen aber Vegas zunächst alleine vor und erzählen so ungeniert, dass sie sich auf der Toilette grad darüber unterhalten hätten, ob Vegas heut Nacht noch ein Schäferstündchen abhalten würde… plötzlich: ouhhh!! – dämmert es ihnen, dass auf der nebenanliegenden Damentoilette Besuch einer Frau war, die möglicherweise ihr Gespräch mithören konnte…

Vegas (amüsiert): „Gut, Jungs, ich sehs ein, ich werd Euch auf dem Laufenden halten müssen.“

Nun kommt Vegas‘ Begleitung von der Toilette, man steht kurz beisammen und verabschiedet sich voneinander.
Dann, als die drei von dannen gezogen waren:
„Sag mal, kann das sein, dass sich die drei aufm Klo grad darüber unterhalten haben, ob du mit mir heut nacht noch im Bett landest?“
Vegas: „Ähmm, tja, also so, wie ich das grad verstanden hab, ja! – Und ich solle sie auf dem Laufenden halten“ ;-))

Und wie gings aus?
Tja, man sollte es nicht glauben, aber Vegas ist in Wahrheit ein Softie: Anständig nachhause gebracht, Küsschen, machs gut, ich mag dich, tschüss.
Tatsächlich.

Abschließend:

Das große Wow des Tages an Kathi Bucher, eine der Fotografen von Suebia!! Professionell geht sie auf Leute zu, macht ungeniert, aber nett und angenehm fragend, Bilder. Herrlich, wenn Vegas bereits manche Dinge die später im Bericht folgen schon weiß und mit ihr eine Partnerin am Spielfeldrand hat, der er frank und frei sagen darf, dass sie doch mal bitte diesen oder jenen dazu noch ins Bild setzen soll.
Danke Kathi, Du bist wunderbar!!!

Bild zum Bericht
Foto: Jimmy Las Vegas (ausnahmsweise).

Postscriptum: Suebia spielte in Trauerflor.

Schöne Erinnerungen haben der Spieler Smi an seine Jugendzeit, als Papa Kiener ein bekannter und langjähriger Trainer der Zimmerner Jugendmannschaft(en) war.
Smi, ein damaliger 08er, spielte so regelmäßig in jungen Jahren gegen seinen heutigen Trainer bei Suebia und Papa Kieners Sohn Sven vielfach gegeneinander. Der Apfel fällt nicht weit von Stamm.

Adieu Papa Kiener! Machen Sie es gut.

-Spielberichtsende –

Das nächste Spiel

findet am kommenden Sonntag, den 29. Mai um 15:00 Uhr AUSWÄRTS in und gegen den SV Waldmössingen statt.
Zwei Spieltage noch!!